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Textverarbeitungsprogramm mit Durchblick (Teil 1)Magatext, Teil 2TexteingabeMagatext (Teil 4)Es ist geschafft (Teil 5)
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ohl jeder Besitzer eines CPC-Computers möchte diesen auch als Arbeitsmittel mit praktischem Nutzen einsetzen. Hier dürfte insbesondere die Textverarbeitung eine herausragende Rolle spielen, da sich mit ihr viele Schreibarbeiten erleichtern lassen. Allerdings haben fertige Programme aus diesem Anwendungsbereich meist einen großen Nachteil. Entweder dienen sie nur zum Erlernen der entsprechenden Programmierung, oder es handelt sich um ausgefeilte Listings, die in der für die meisten User unverständlichen Maschinensprache verfaßt sind.

Mit meinem Programm ”Magatext” will ich nun versuchen, beides zu verbinden. Auf der einen Seite werde ich Ihnen also alle Funktionen in ihrem Ablauf offenlegen und erklären. Andererseits verfügen Sie am Ende über eine jederzeit praxisgerecht einsetzbare Anwendung.

Bevor wir uns aber weiteren Details zuwenden, müssen wir uns zunächst einmal einige Grundlagen erarbeiten. Die Textverarbeitung mittels Computer hat das Ziel, all jene Arbeiten zu rationalisieren, die mit dem geschriebenen Wort Zusammenhängen. Dies beginnt bei kurzen Dokumenten, die man schriftlich festhalten und dauerhaft speichern kann, und geht über die Erfassung von Briefen und die Erstellung ganzer Artikel bis zum kompletten Buchmanuskript. Dabei unterscheidet sich die Arbeit mit einem Textprogramm von der mit einer herkömmlichen Schreibmaschine. Auf die entsprechenden Punkte wollen wir nun näher eingehen.

Ein Textverarbeitungsprogramm ermöglicht die Korrektur von Fehlern, ohne sichtbare Spuren zu hinterlassen. Der Text ist ja im Speicher abgelegt und läßt sich jederzeit auf dem Bildschirm wiedergeben und verbessern. Wer schon einmal eine im nachhinein korrigierte Schreibmaschinenseite betrachtet hat, weiß sicherlich, wovon ich spreche. Bei professionellen Programmen kann man sogar ganze Absätze in die Operationen des Löschens, Kopierens oder Verschiebens einbeziehen. Die Textverarbeitung bietet ferner den Vorteil, daß man Dokumente auf einem Datenträger abspeichern, später wieder laden und dann entsprechend bearbeiten kann. Immer wieder in der gleichen Form benötigte Teile wie Absender, Adressen, gewisse Formulierungen und Floskeln lassen sich ebenso auf einem Datenträger abspeichern, um bei Bedarf als ganzer Block in das aktuelle Schriftstück eingefügt zu werden. Mit all diesen Vorteilen gegenüber der herkömmlichen Arbeitsweise bietet ein Textverarbeitungsprogramm die Möglichkeit, vieles einfacher und kreativer zu gestalten.

Ich habe aber bereits den Punkt angesprochen, daß die meisten der in allen Preis- und Leistungsklassen angebotenen fertigen Programme für den Benutzer sogenannte black boxes sind. Er lernt zwar ihre Bedienung, durchschaut jedoch nicht, was eigentlich geschieht. Genau an dieser Stelle soll "Magatext” eingreifen. Es ist rein in Locomotive-Basic programmiert, das jeder CPC-Computer sofort nach dem Einschalten bercithält. Alle Programmschritte lassen sich auch mit geringen Basic-Kcnnt-nissen nachvollziehcn und verstehen. Natürlich fordert diese Transparenz auch ihren Tribut. Erwarten Sic bitte nicht, daß "Magatext” mit Maschinenspracheprogrammcn in puncto Arbeitsgeschwindigkeit, Tcxtlängc und Leistungsumfang konkurrieren kann. Dafür ist es nach Abschluß dieser Serie für Sic sicherlich ein leichtes, aus diesem Listing eine ganz auf Ihre persönlichen Bedürfnisse und Anforderungen abgestimmte Textverarbeitung zu gestalten.

Natürlich ist es ganz klar, daß vor der eigentlichen Programmierung eine ganze Reihe von Überlegungen zu stehen hat. Zunächst ist es erforderlich, die genaue Zielsetzung und Wirkungsweise des späteren Produktes festzulegen. Bei großen Projekten geschieht dies in Form eines sogenannten Pflichtenheftes, in dem genau jede gewünschte Funktion aufgelistet ist. Für unser kleines Vorhaben genügt aber wohl die Zusammenfassung in Sätzen. Wenden wir uns nun den geforderten Funktionen zu:

  • "Magatext” soll Texte erfassen und am Bildschirm darstellen können.
  • Korrekturen sollen sich am Bildschirm vornehmen lassen.
  • Zeichen sollen sich überschreiben und entfernen lassen.
  • Leerzeichen sollen sich einset-zen lassen.
  • Der Text soll bis zu 78 Zeichen je Zeile umfassen können.
  • Es müssen 60 Zeilen zur Verfügung stehen.
  • Der Text soll sich abspeichern lassen.
  • Gespeicherte Texte sollen sich wieder laden lassen.
  • Der Text soll sich ausdrucken und löschen lassen.

Damit ist unsere Liste abgeschlossen. Auf die genaue Umsetzung in einzelne Programm-stücke werden wir in den einzelnen Teilen dieser Serie eingehen.

Die nächste Stufe der Vorplanungen betrifft das äußere Erscheinungsbild unseres Projekts. Die entsprechenden Umsetzungen finden Sie im Listing ab Zeile 4270. Die Forderung nach bis zu 78 Zeichen pro Zeile hat zur Folge, daß wir unser Programm auf dem CPC in MODE 2 laufen lassen müssen. Ansonsten könnten wir ja nicht die gesamte Zeile auf dem Bildschirm als Einheit darstellen. Die Farben gelangen so zur Ausgabe, wie der Text später auch auf dem Papier erscheinen wird, also schwarze Schrift auf weißem Grund. Wer diese Zusammenstellung nicht befriedigend findet, kann in den Zeilen 4290 bis 4310 andere Werte ein-setzen.

Um Ausgaben schnell und gezielt vornehmen zu können, wollen wir die von Locomotive-Basic zur Verfügung gestellten Windows nutzen. Das sind Fenster, die man separat beschreiben und löschen kann. Sie gehen in horizontaler Richtung generell von 1 bis 80, nehmen also die gesamte Bildschirmbreite in Anspruch. Oben steht Window Nummer 0. Es ist 20 Zeilen hoch, damit sich unser Text in drei Portionen aufgeteilt darin abbilden läßt. Direkt darunter ist Zeile 21 als Fenster Nummer 4 definiert. Dort steht lediglich eine Strichlinie, die das Gebiet des eigentlichen Textes vom Bereich der Ausgaben trennt, die für den Anwender bestimmt sind. Zeile 22 stellt Fenster Nummer 1 dar. Hier werden wir den Namen der gerade bearbeiteten Datei sowie die aktuelle Zeile und Spalte ausgeben. Window Nummer 2 ist Zeile 23 zugeordnet. In ihr soll immer der gerade gewählte Programmteil angegeben werden, damit der Benutzer stets die entsprechenden Informationen erhält. Ganz unten befindet sich Fenster Nummer 4, das aus den Zeilen 24 und 25 besteht. Es dient der Ausgabe von Hinweisen, Warnungen, Rückfragen oder auch Bedienungsfunktionen.

Ab Zeile 4400 erfolgen weitere Festlegungen, die ich nun kurz erläutern will. Zuerst wird in der Variablen maxabschnitt die maximale Anzahl von Abschnitten eingetragen. Jeder von ihnen ist aufgrund der Darstellung am Bildschirm genau 10 Zeilen lang. Die größtmögliche Zeilenzahl berechnet das Programm dann selbst, indem es diesen Wert mit 10 multipliziert und in der Variablen maxzeile ablegt (Zeile 4420). Sollten Ihnen 40 Zeilen genügen, so ändern Sie einfach maxabschnitt auf den Wert 4. Das gesamte Programm wird die geänderten Werte bei allen Berechnungen verwenden und paßt ”Magatext” damit automatisch an.

Nun kommen noch zwei weitere Variablen, die Sie ebenfalls ruhig abwandeln können, lirand enthält die Anzahl der Spalten, die am linken Rand frei gelassen werden sollen. Bitte geben Sie hier als kleinsten Wert 1 ein, sonst sonst kommt Ihr CPC ins Schleudern. In der Variablen maxspalte steht die Anzahl der Zeichen oder Buchstaben, die in einer Textzeile Platz finden sollen.
Experimentieren Sie ruhig mit geänderten Werten, aber beachten Sie bitte folgendes: Für einen korrekten Ladevorgang ist es erforderlich, daß der Text zuvor mit den gleichen Einstellungen der gerade besprochenen Variablen abgespeichert wurde!

invers und piep sind Werte, die bei den Steuerzeichen verwendet werden. Ich habe sie in Variablen untergebracht, um bei Anpassungen an andere Computer nur an dieser einen Stelle Änderungen vornehmen zu müssen. Die Schaltervariable vorhanden wird auf 0 gesetzt, weil beim Start des Programms kein Text vorhanden ist. Später setzen wir sie auf 1, sobald sich ein Text im Speicher befindet. Diese Variable wirkt also wie ein Schalter, an dessen Stellung wir blitzschnell erkennen können, ob beispielsweise ein Abspeichern sinnvoll ist.

In Zeile 4490 schalte ich den normalerweise vorhandenen Cursor aus. Wir werden ihn später durch einen Eigenbau-Cursor ersetzen, der sich ganz nach unseren Wünschen auf dem Bildschirm bewegen läßt. In Zeile 4500 wird ein Feld bereitgestellt, das im zweiten Teil unserer Serie genauer erklärt werden soll. Von Zeile 4510 bis 4580 finden Sie die Bereitstellung von Sätzen mit den geplanten Menüpunkten. Deren Einbau werden wir ebenfalls im nächsten Teil besprechen.

Leider besitzen die CPCs keine deutsche DIN-Tastatur, sondern eine amerikanische Ausführung, auf der vor allem die Umlaute fehlen. Im Bereich der Zeilen 3970 bis 4250 finden Sie meinen Vorschlag für die Gestaltung der Umlaute und die Umbelegung der Tastatur entsprechend der DIN-Norm. Dieser Teil ist aber keineswegs verbindlich. Falls Sie eine andere Belegung wünschen, setzen Sie Ihre Version einfach hier ein. Gerade an diesem Beispiel zeigt sich wieder einmal der Vorteil der offenen Programmierung in Basic. Jeder kann das Listing seinen Wünsehen entsprechend abändern und anpassen.

"Magatext” ist modular aufgebaut. Vor allem die mehrmals erforderlichen Teile werden in Unterprogramme ausgelagert, auf die der eigentliche Hauptbereich beliebig oft zugreifen kann. Durch diese Methode spart man nicht nur Zeit und Speicherplatz, das Listing gewinnt auch erheblich an Übersichtlichkeit. Es sollte Sie also nicht stören, wenn ich Ihnen heute quasi nur Kopf und Schwanz von "Magatext” vorstelle.

Heute haben wir uns vor allem mit den Grundlagen befaßt. Im nächsten Heft wollen wir mit der eigentlichen Programmierung beginnen. Nach dem fünften Teil unserer Serie wird Ihnen dann "Magatext” als vollständiges Textverarbeitungsprogramm zur Verfügung stehen.

Berthold Freier , Schneider Magazin

★ PUBLISHERS: Schneider Magazin , Computer Partner
★ YEARE: 1988 , 1989
★ CONFIG: 64K + AMSDOS
★ LANGUAGE:
★ TAG: /BASIC/TEXT/
★ LICENCE: LISTING
★ AUTHOR: Berthold Freier
    

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Type-in/Listings:
» Magatext    (Teil  2)    (Schneider  Magazin)    LISTING    GERMANDATE: 2020-06-16
DL: 5 fois
TYPE: text
SIZE: 3Ko

» Magatext    (Teil  3)    (Computer  Partner)    LISTING    GERMANDATE: 2020-06-15
DL: 2 fois
TYPE: PDF
SIZE: 531Ko
NOTE: 4 pages/PDFlib v1.6

» Magatext    (Teil  5)    (Computer  Partner)    LISTING    GERMANDATE: 2020-06-16
DL: 2 fois
TYPE: PDF
SIZE: 140Ko
NOTE: 2 pages/PDFlib v1.6

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L'Amstrad CPC est une machine 8 bits à base d'un Z80 à 4MHz. Le premier de la gamme fut le CPC 464 en 1984, équipé d'un lecteur de cassettes intégré il se plaçait en concurrent  du Commodore C64 beaucoup plus compliqué à utiliser et plus cher. Ce fut un réel succès et sorti cette même années le CPC 664 équipé d'un lecteur de disquettes trois pouces intégré. Sa vie fut de courte durée puisqu'en 1985 il fut remplacé par le CPC 6128 qui était plus compact, plus soigné et surtout qui avait 128Ko de RAM au lieu de 64Ko.