Der Ausbrecher-Koïng Ein Arcade-Spiel mit Schwergewicht auf strategischen Überlegungen präsentiert das englisch/französische Herstellergespann PSS/ERE den Besitzern eines Schneider-Computers: DOOMSDAY BLUES. Ich glaube, daß meine Einschätzung nicht voreilig ist, wenn ich vermute, daß dieses Programm innerhalb kürzester Zeit sicher viele Freunde finden wird. Das Spielgeschehen läuft ab in einem riesigen Gefängniskomplex, dessen Zellen jedoch weitestgehend leer stehen. Das Gebäude wurde von einer Schar wildgewordener Roboter in Besitz genommen, welche das Geschehen innerhalb der Kerkermauern kontrollieren. Nur noch zwei Gefangene fristen ihr Dasein in den düsteren, modrigen Gefängniszellen: Sie, der Spieler, und ein Mädchen, das Ihre Aufmerksamkeit durch herzzerreißende Schreie auf sich gerichtet hat. Die Aufgabenstellung dürfte somit klar sein: Versuchen Sie, aus Ihrer Zelle auszubrechen, das Mädchen aufzuspüren und gemeinsam den Robotern zu entkommen.    
Zu Beginn des Spiels müssen Sie Ihre fantastisch animierte und im original „Streifen-Look" gekleidete Spielfigur auf die kommenden Abenteuer vorbereiten. Ähnlich wie bei Strong Man können Sie auch bei Doomsday Blues wesentliche Eigenschaften Ihres „Zweiten Ich” vorherbestimmen. Stärke, Mut und allgemeine körperliche Verfassung können Sie maßgeblich beeinflussen, indem Sie die insgesamt 100 zurVerfü-gung stehenden Einheiten auf diese drei Kategorien verteilen. Sie werden sehr schnell feststellen, wie stark sich Ihre Auswahl auf den späteren Spielverlauf auswirkt! Während des Spiels werden Ihre Energien rasch abnehmen; Sie könnendem jedoch entgegenwirken, indem Sie Nahrung und Kaffee zu sich nehmen, die Sie allerdings erst eimal in den zahlreichen Räumen finden müssen. Hier noch ein paarTips zum Abschluß, die bestimmt das Spielen des Programms etwas erleichtern: * Geben Sie sich Mühe bei der Verteilung Ihrer Energiereserven auf Stärke, Mut und Verfassung. Ich denke, es ist zunächst besser, größeres Gewicht auf die Stärke und den Mut zu legen. * Türen können Sie öffnen, indem Sie sie mit dem Fuß (nicht mit Ihrem eigenen) eintreten. * Bei Nacht können Sie Ihre Spielfigur auf Zehenspitzen an den Robotern vorbeischleichen lassen, ohne daß diese auf Sie aufmerksam werden. * Nahrungsmittel und Kaffee finden Sie in den Kellern des Gebäudes; versuchen Sie, diese so früh wie möglich zu finden - um so länger bleiben Sie am Leben. Dormsday Blues (französischer Originaltitel; Eden Blues), bisher nur in der Schneider-Fassung erhältlich, wird sicher auch bald auf dem Commodore erscheinen - eine Spectrum-Version ist sogar bereits geplant. Auch an einen Nachfolger wird schon gedacht; Contamination soll ebenfalls eine Mischung aus Ar-cade- und Strategiespiel werden - man darf also gespannt sein. Doch zunächst einmal viel Spaß bei Doomsday Blues! (Bernd Zimmermann), ASM
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