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MultiScreenTeil 3: PEN-Umwandlung ohne Probleme (CPC Amstrad International '89/07)Teil 4: Strukturveränderungen (CPC Amstrad International '89/08)
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Im Zauberreich der Grafik

Unsere Reise durch das Zauberreich der Grafik neigt sich ihrem Ende zu. Bevor wir dabei einige weitere Möglichkeiten zu grafischen Strukturveränderungen kennenlernen und in das MULTISCREEN-Programm einbauen, werden wir uns noch mit einer neuen Art der Pinselgrafik vertraut machen.

1. Pinselgrafik - waagrechte Spurenanfänge

Bisher haben wir unsere Pinselspuren, abgesehen von den Kreisen, senkrecht oder schräg nach oben geführt (zum Beispiel bei den Häusersilhouetten, Heft 3/89, S. 14, oder dem Bänderkreuz, Heft 3/89, S. 15). Im folgenden Beispiel führen wir sie immer nur ein Stück nach rechts und setzen eine ganze Reihe solcher Spurenanfänge übereinander; dabei lassen wir uns vom Programm ausgeben, bis zu weichem x2 (rechter Endpunkt) die Spur jeweils geführt wird:

10 'Spurenanfaenge nach rechts
20 MODE 1: PRINT CHR$(23)CHR$(1):TAG
30 SYMBOL 255,129,66,36,16,8,36,66,129
40 f$=STRING$(8,255)
50 p=4:x2=0
60 FOR b=20 T0 300 STEP 20:ORIGIN a,b
70 F0R x=0 TO x2 STEP 3
80 M0VE x, y: PR INT f$; : MOVE x+p,y:PRINT f$;:NEXTx
90 MOVE x+250, y: PRINT x2;
100 x2=x2+3 110 NEXT b

Sie sehen, welche unterschiedlichen Ornamentleisten da entstehen. Probieren Sie auch andere Zeichen (c), andere Printabstände (p) und andere Erhöhungen von x2 (Zeile 100) aus! Experimentieren Sie bei diesen Spu-renanfangen auch mit geänderten Parametern! Aus solchen Spurenanfängen können wir uns dann eine ganze Grafik zusammenstellen. Welche Vielfalt dabei mit nur einem einzigen Zeichen (hier dem CHR$(0)) möglich ist, zeigt das folgende Beispiel (Listing 1), mit dem gleichzeitig erläutert wird, wie mehrere der in den bisherigen Folgen gezeigten Arten von Pinselgrafik zu einem wirkungsvollen Bild zusammengefügt werdet) können:

Die einzelnen Teile dieses Programms sind Ihnen aus den bisherigen Folgen bekannt. Neu ist die Kreisform in der letzten Zeichenschleife, durch die das verwendete Zeichen in einem ununterbrochenen Kreis herumgeführt wird. Es ist überraschend, wie sich dabei das englische Pfund in eine Doppelmondsichel verwandelt! Probieren Sie auch hier andere Zeichen aus, nehmen Sie zum Beispiel in den dreistelligen Parametern von Zeile 40 jeweils die letzte Ziffer weg! Dann wird der fremde Planet sehr brüchig.

2. Simulierter wechselnder MODE

Nun eine Möglichkeit, die Struktur einer Pinselgrafik entscheidend umzugestalten. Sie wissen, daß man während des Zeichnens und Schreibens den MODE nicht wechseln kann. Aber es gibt einen Trick, um eine solche Veränderung des MODE, also eine Verbreiterung oder Verschmälerung des Zeichensatzes, vorzutäuschen, allerdings mit merkwürdigen Effekten -und die sind für den Grafiker sehr reizvoll.

Geben Sie doch einmal, wenn Sie einen CPC 664 oder 6128 besitzen, im Direktmodus ein: MODE 2:POKE 47043,0. Interessant, nicht wahr? Oder: MODE 1:POKE 47043,2. Beim CPC 464 lassen sich ähnliche Ergebnisse, wenn auch nicht mit ganz so hübscher Wirkung, durch POKE 45512,0 erreichen. Da haben wir für unsere Pinselgrafiken also einen ganz neuartigen Zeichensatz zur Verfügung!

3. Weitere Optionen für das MULTISCREEN-Programm

Bei dem soeben gezeigten Beispiel wurde das, was sonst nur ein Byte breit war, stellenweise auf drei Byte auseinandergezerrt. Weitere Byte-Operationen können wir auch mit dem MULTISCREEN- Programm vornehmen. Dazu müssen wir uns allerdings erst Platz schaffen, denn der verfügbare BASIC-Speicher ist jetzt schon weitgehend gefüllt. Wir können uns helfen, indem wir alle Datas aus dem Programm beseitigen. Das geht ohne viel Tipparbeit folgendermaßen: Stellen Sie sich zunächst einen Datalader zusammen, der nur die folgenden Zeilen der Fassung enthält, die das Programm am Ende der vorigen Folge hatte: 60-100; 260; 310; 470; 490-500. Fügen Sie dann noch an:

SAVE"MULTISCR.BIN",B,&A200,&FA

Lassen Sie diesen Datalader (er müßte jetzt so aussehen wie Listing 2) laufen; er speichert ein Binärprogramm ab, das auf der gleichen Diskette wie MULTISCREEN stehen muß. Löschen Sie dann im MULTISCREEN genau die Zeilen, die Sie für den Datalader herausgenommen haben. Jetzt haben wir Platz für eine Reihe weiterer Optionen im MULTISCREEN-Programm, die uns bis an die Grenzen des auf dem CPC Möglichen führen werden! Die dafür nötigen Erweiterungen finden Sie in Listing 3; fügen Sie dies in das “entspeckte“ MULTISCREEN-Programm ein. Damit haben wir eine Reihe neuer Möglichkeiten für Strukturveränderungen gewonnen.

4. Byte-Operationen

Diese Option arbeitet mit den Cursortasten. < Cursor links > verschiebt jedes Byte des Bildschirmspeichers so nach links, daß jeweils das links stehende Bit wegfällt. Studieren Sie die Wirkung an der “Explosion“ aus Heft 7/89.

Interessanter ist bei manchen Bildern das Rotieren der Bytes mit < Cursor rechts >. Da werden die Bytes nach
rechts geschoben, aber das rechts herausfallende Bit links wieder angefügt. Vor allem bei senkrechten und kreisförmig geschwungenen Formen gibt das interessante Effekte; probieren Sie es am “Morgenstern“ (Heft 7/89) aus. Und bei Zeichnungen im MODE 1 entfaltet sich dabei ein wirres Farbenspiel, das Sie dann mit der PEN-Option (13) bearbeiten können; erst viermaliges < Cursor rechts > führt wieder zu klaren Verhältnissen. Und < Cursor unten > führt zu einer Bildstruktur, bei der die Bytes immer massiver werden, bis schließlich alle ursprünglich auf dem Bildschirm gesetzten Punkte zu einem Strich (=Byte 255, &X11111111) geworden sind. Auch hier zeigt Ihnen der “Morgenstern“ sehr schön das Ergebnis.

Mit den zwei nächsten Optionen können Sie ein bestimmtes Byte überall da, wo es im Bildschirmspeicher auftritt, beeinflussen. Laden Sie den “Morgenstern“, wählen Sie Option (15) und geben Sie dann 0,170 ein: Wie mit einem Zauberschlag erscheint die ganze Grafik in massiver, aber fein gepunkteter Struktur! Sie haben Byte 0 überall da, wo es auf dem Bildschirm erschien, isoliert und alle anderen Bytes durch 170 (=&X10101010) ersetzt. Sie können, wenn Sie eine bestimmte Punktfolge in dem neu eingesetzten Byte haben wollen, auch diese binären Zahlen (mit &X) eingeben.

Mit der nächsten Option (16) können Sie ein bestimmtes Byte in ein beliebiges anderes umwandeln. Nehmen Sie die “Explosion“ aus Heft 7/89, wählen Sie (16) und geben Sie ein: 255,0. Im Nu verschwinden die doch vielleicht etwas störenden dicken Bodenstriche. Sie können sie aber auch austauschen gegen &X 10001000 oder etwas anderes! Und probieren Sie einmal bei der “Explosion“ die Eingabe 0,255; oder machen Sie das gleiche beim “Morgenstern“, und wenn Sie wollen, können Sie dann von der Mitte aus mit 0,0,1 ausfüllen und das Ergebnis nach XOR kombinieren —unendliche Möglichkeiten!

Eine weitere interessante Strukturveränderung bietet Option(17). Sie tut das gleiche wie (16), nur gleich mit einer ganzen zusammenhängenden Reihe von Bytes! Laden Sie die “Turmfassade“ (Heft 7/89) in der ursprünglichen Farbverteilung, wählen Sie (17) und geben ein: 255,0,0. Jetzt müssen Sie etwas Zeit aufbringen: von 255 an abwärts wird der Reihe nach jedes Byte durchgeprüft und ggf. gelöscht. Die Struktur wird dabei in reizvoller Weise
immer brüchiger. Bei einer Stelle, die Ihnen gut erscheint, können Sie unterbrechen und im Direktmodus PRINT i eingeben. Dann wissen Sie, bis zu welchem Byte Sie löschen müssen, um diese Struktur zu erhalten.

5. Rastern

Mit dieser Option (die allerdings nur auf dem CPC 664 und 6128 möglich ist) können Sie ein Bild bzw. einen Bild teil, der Ihnen zu massiv ist, schwächer erscheinen lassen, was vor allem für den Druck wichtig ist. Wir nehmen dafür eine neue Grafik, der man es nicht ansieht, daß sie aus der Figur der Bogenraute (s.Heft 7/89) entstanden ist:

10 'Schachfigur (=SCHACHFG.BAS)
20 MODE 2: DEG
30 a=0:b=-200:rx=200:ry=466:s=3:G0SUB 70
40 F0R i=20 TO 290 STEP 20: MOVE 0, i:FILL 1:NEXT i
50 CALL &BB18: END
60 ORIGIN 320+a,200+b
70 F0R w=0 T0 180 STEP s
80 x=rx*COS(w)^3*SIN(w^2)
90 y=ry*SIN(w)t4 100 DRAW x,y
110 NEXT w
120 RETURN

Probieren Sie an ihr die Wirkung der beiden verschiedenen Raster aus und konvertieren Sie zum Beispiel auch einmal den groben Raster nach OR! Und wenn Sie ein gerastertes und ein nicht gerastertes Bild kombinieren, erhalten Sie sehr schöne räumliche Wirkungen.

6. Exotische Verzerrungen

Als Abschluß unserer ganzen Reise durchs Zauberland der Grafik bieten wir Ihnen noch einen besonderen Leckerbissen: Eine Routine, die in reichlich kühner, schon fast krimineller Weise mit den Speicherinhalten umgeht, dafür aber auch frappierende Ergebnisse liefert. Geben Sie acht, nicht über die angegebenen Parametergrenzen von 82-161 hinauszukommen; und auch innerhalb dieser Grenzen kann es Ihnen gelegentlich passieren, daß der CPC einfach “Ready“ sagt (s.u.).

Genug der Vorrede — sehen wir, was sich ergibt! Laden Sie die “Schachfigur“, wählen Sie Option(16) und geben Sie 0,0 als zu tauschende Bytes ein; damit bekommen Sie, ohne Ihr Laufwerk zu strapazieren, die Schachfigur vom ersten auch in den zweiten Reservespeicher. Wählen Sie nun Option(19) mit Verzerrfaktor 161 — ein überraschendes Ergebnis! Und sehen Sie nach, was Sie jetzt im zweiten Bildschirmspeicher haben — da hat die Schachfigur ein paar aparte Bodenstreifen bekommen. Bringen Sie nun diese wenig veränderte Figur mit der oben geschilderten Methode auch in den zweiten Speicher und verzerren Sie sie wieder, diesmal zum Beispiel, mit Faktor 139 - ein völlig anderes Bild. Zu Streifen zerschnitten, hängt die Figur jetzt von der Decke. Ist Ihnen das Ergebnis zu mager und gefällt Ihnen nicht, hilft es nichts, hier zu unterbrechen; tun Sie es, und Sie bekommen mit der kleinen ENTER-Taste trotzdem nicht das ursprüngliche Bild auf den Bildschirm, sondern diesmal ein recht apartes, einen richtigen Schachfigurentanz (Bild 2).

So können Sie mit anderen Parametern weiterexperimentieren, die Verzerrungen kombinieren und weiter verzerren. Vorsicht nur, wenn plötzlich unerwartet ein “Ready“ auf dem Bildschirm erscheint! Damit erklärt Ihnen der CPC, daß ihm das Herumwühlen in seinen Eingeweiden zuviel geworden ist und Sie ihn “fertig“-gemacht haben. Sie dürfen jetzt keinesfalls die kleine ENTER-Taste drücken, sondern müssen, um Weiterarbeiten zu können, mit “RUN MULTISCRREEN“ das Programm von neuem von Diskette starten. Dann können Sie, ohne daß die Speicherinhalte verloren wären, nach Herzenslust weiter verzerren. Und Sie können auch einmal sehen, was sich ergibt, wenn Sie in beiden Speichern verschiedene Bilder haben, zum Beispiel die “Schachfigur“ und die “Explosion“!

Damit sind wir am Ende des für alle CPC-Freunde gemeinsamen Weges durch das Zauberreich der Grafik angelangt. Auf die Besitzer eines CPC 6128 aber wartet im nächsten Heft noch ein ganz besonderer Leckerbissen: Ein MULTISCREEN-Programm in völlig neuer Gestalt, in der es dann auch die 64 kByte der zweiten Speicherbank nutzen, weitere Routinen aufnehmen und vier (!) Grafiken gleichzeitig verwalten kann - ein unerschöpfliches Instrument zur kreativen Bearbeitung von Bildschirminhalten.

Friedrich Belzner/cd, CPCAI

★ PUBLISHER: CPC Amstrad International
★ YEAR: 1988
★ CONFIG: 64K + AMSDOS
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★ LICENCE: LISTING
★ AUTHOR: Friedrich Belzner
  

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L'Amstrad CPC est une machine 8 bits à base d'un Z80 à 4MHz. Le premier de la gamme fut le CPC 464 en 1984, équipé d'un lecteur de cassettes intégré il se plaçait en concurrent  du Commodore C64 beaucoup plus compliqué à utiliser et plus cher. Ce fut un réel succès et sorti cette même années le CPC 664 équipé d'un lecteur de disquettes trois pouces intégré. Sa vie fut de courte durée puisqu'en 1985 il fut remplacé par le CPC 6128 qui était plus compact, plus soigné et surtout qui avait 128Ko de RAM au lieu de 64Ko.