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PYRADEV (Amstrad Action)PYRADEV (TILT)PYRADEV (CPC Magazin)
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Die Werbung verheißt: The Complete Amstrad Utility. Obwohl angesichts schlechter Erfahrungen eigentlich Vorsicht gegenüber dieser Behauptung erforderlich ist, darf man im vorliegenden Fall alle Zweifel ablegen. Trotz des seltsamen Namens, dessen Herkunft niemand zu erklären weiß, steckt hinter PYRADEV ein leistungsfähiges Werkzeug für jeden ernsthaften Programmierer, der schon in Maschinensprache mit seinem CPC kommuniziert.

Nach dem Laden offenbart sich ein Menü, von dem aus die fünf Komponenten des Paketes angesprochen werden können. Allerdings ist es nicht möglich, beliebig zwischen den Programmteilen hin und her zu schalten. Vielmehr muß z.B. das Ergebnis der Arbeit zuerst mit dem Assembler abgespeichert werden, um es dann in den Monitor laden zu können.

Beginnen wir mit dem Editor, der auch die erste Station des Programmierens ist. Es handelt sich hier um einen Full-Screen-Editor, der alle Vorteile und Vorzüge einer Textverarbeitung besitzt und gleichzeitig speziell auf die Erfordernisse des Programmierers zugeschnitten ist. Das aus dem Basic-Editor bekannte EDIT, mit dem die zu korrigierenden Zeilen aufgerufen werden mußten, entfällt völlig. Der Anwender kann jetzt mit Hilfe der Cursortasten durch den Quelltext fahren und an jeder beliebigen Stelle Änderungen vornehmen; der Editor registriert das sofort. Für diese Modifikation stehen diverse Kommandos zur Verfügung, die schon aus der Textverarbeitung bekannt sein dürften. Ganze Zeilen können ohne Probleme eingefügt und gelöscht werden, wobei die Kommandos immer über die Tastenkombination CTRL + andere Taste erreicht werden. Weiterhin lassen sich Blöcke definieren, die kopiert, gelöscht oder einfach nur gespeichert werden können. Letztere Funktion ist sehr nützlich zur Übertragung von Quellcodes zwischen zwei Files, dérin der Speicher mit dem definierten Block bleibt auch dann erhalten, wenn man eine neue Datei einlädt. Hier kann man sie dann an beliebiger Stelle positionieren.

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Komfortabler Editor

Zur besseren Orientierung im Quelltext stehen sehr komfortable Optionen zur Verfügung. So kann der Anwender definierte Tabulatoren jederzeit mit CTRL+TAB anspringen. Interessant ist auch die MARK-LINE-Funktion. Ändert man beispielsweise eine Zeile mitten im Quellcode und muß dabei noch einige Änderungen an anderen Stellen vornehmen, kann man die aktuelle Zeile mit einem Marker versehen und dann zu den anderen Stellen springen. Sind die Änderungen hier beendet, genügt ein Tastendruck, um wieder an die markierte Stelle zu gelangen.

Eine andere Möglichkeit, an bestimmte Stellen im Text zu springen, geschieht durch die GOTO-RECORD-Funktion. Jede Zeile des Quelltextes wird als Record angesehen und bekommt eine Nummer, die mit einer Zeilennummer gleichzusetzen ist. Die aktuelle Zeilennummer ist immer in der Fußzeile sichtbar, und wenn man sich die Recordnummern wichtiger Unterprogramme notiert, kann man zu einem späteren Zeitpunkt durch Angabe der entsprechenden Zahl an die gewünschte Stelle springen.

Eine Funktion, die jeder Anwender von PYRADEV schon bald nicht mehr missen will, ist die Suchoption. Nachdem eine Zeichenfolge angegeben wurde, durchsucht das Programm den gesamten Quelltext und zeigt den Erfolg gegebenenfalls in einem kleinen separaten Fenster an. Diese Funktion wurde noch zu einer REPLACE-Möglichkeit ausgebaut, mit der man definierte Zeichenfolgen durch andere ersetzen kann. Die Zeitersparnis ist dank dieser Möglichkeit sehr groß. Der Editor würde auch seinem Ruf als "komplettes” Utility nicht nachkommen, wenn der Anwender nicht nach Belieben die Funktionstasten definieren könnte. Wieder genügt ein CTRL+ENTER, und man kann beliebige Tastenkombinationen oder Zeichenfolgen eingeben. Immer wiederkehrende Texte oder Arbeitsschritte können so einprogrammiert und durch einfachen Druck auf die entsprechende Funktionstaste ausgeführt werden.

Der Editor kann bis zu 32 Kbyte Quelltext verarbeiten und verfügt über eigene Schreib-Leseroutinen beim Diskettenzugriff, womit eine außergewöhnliche Geschwindigkeit bei der Arbeit mit dem Editor gewährleistet ist. Weitere Merkmale des Editors in Stichworten: Helpscreen auf Tastendruck, umfangreiche Diskettenoperationen, Ausdruck der Files oder beliebige Ausschnitte daraus.

Jetzt zur nächsten Station: dem Makro-Assembler. Einen Assembler kennt ja inzwischen jeder, aber was sind Makros? Erst einmal sei noch kurz auf die Funktion eines Assemblers hingewiesen : Er übersetzt den mit dem Editor erstellten Quelltext in Maschinensprache, die der Computer versteht. Die Unterschiede zwischen den unzähligen Assemblern auf dem Markt sind trotz dieses gemeinsamen Ziels immens groß. So gibt es beim PYRADEV-Assembler eine ' große Anzahl von Optionen und Möglichkeiten, die insbesondere bei der Fehlersuche (Debugging) sehr hilfreich sind. Da wäre zuerst die Erstellung einer Cross Reference Map zu nennen. Sie wird wahlweise auf Bildschirm oder Drucker ausgegeben und enthält eine Auflistung aller geladenen Source-Files sowie die Adressen der gesetzten Labels mit den Recordnummer im Quelltext. Eine optimale Zusammenarbeit bei der Fehlersuche mit dem Monitor ist somit gewährleistet.

Der gesamte Assembliervorgang wird auf dem Monitor oder Drucker angezeigt, wobei wahlweise auch die Fehlermeldungen auf einem dieser Peripheriegeräte ausgegeben werden. Zur optimalen Formatierung auf dem Ausdruck sind im Sourcefile Befehle für einen Seitenvorschub möglich. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, das Format des Blattes zu bestimmen, wobei die entsprechenden Steuerzeichen dann automatisch gesendet werden. Der assemblierte Code wird auf Diskette unter frei wählbarem Namen abgespeichert, wobei auch eine Speicherung im CP/M Format möglich ist. So können transiente CP/M Befehle programmiert werden (COM-Files). Hat der Assembler seine Arbeit beendet, gibt er eine kleine Statistik aus, in der die Anzahl der Fehlermeldungen, die Adresse und die Länge eines Files angegeben werden.

Kommen wir nun zu den Besonderheiten des Assemblers, die sich erst während des Programmierens offenbaren. Und hier sind wir endlich bei den geheimnisvollen Makros angelangt. Hierbei handelt es sich um Befehlsfolgen, die sich im Programm sehr oft wiederholen. Man definiert sie nun einfach am Anfang des Quelltextes und gibt ihnen einen Namen. An den Stellen, wo die Befehle auftauchen sollen, setzt man dann den entsprechenden Namen und der Assembler bindet die Befehlsfolgen in den Maschinencode ein.

Sehr gute Assembler zeichnen sich unter anderem dadurch aus, daß sie sog. Direktiven besitzen. Das sind Befehle, die nicht zum eigentlichen Programm gehören, sondern dem Assembler bestimmte Anweisungen geben. Einige Direktiven haben wir eben schon kennengelernt : die Definition des Seitenformats und Befehle für den Seitenvorschub. PYRADEV kennt aber noch eine Reihe anderer Direktiven. Aus dieser Masse greifen wir einmal EXTRA heraus, einen Befehl, den man bei der Konkurrenz bisher vergeblich suchte. Mit ihm können Extra-Befehle des Z-80 Prozessors benutzt werden, die normalerweise nirgendwo erwähnt werden, weil sie nicht auf jedem Rechner funktionieren. Mit der neuen Befehlsgruppe kann man die beiden 16-Bit-Register des Prozessors in vier 8-Bit-Register unterteilen und damit arbeiten. Das ist sicherlich die herausragendste Fähigkeit des PYRADEV-Assemblers. Ein weiteres erwähnenswertes Einsatzgebiet der Direktiven ist die bedingte Assemblierung. Hier kann man mit Hilfe der IF-THEN-ELSE-Struktur und arithmetischer Ausdrücke Teile des Codes bestimmen, die assembliert werden sollen. Es gibt zusätzlich eine Reihe weiterer Direktiven, die aber auch bei anderen Assemblern selbstverständlich sind (z.B. die Angabe der Startadresse). Sie sind aus Platzgründen nicht aufgeführt.

Mit Direktiven

Nachdem der Assembler seine Arbeit beendet hat, liegt das Programm als binäres File auf Diskette vor. Seine Funktionstüchtigkeit kann man gleich mit dem Monitor überprüfen, der ebenfalls zu PYRADEV gehört. Mit ihm läßt sich der gesamte Speicher anzeigen, der in hexadezimaler und ASCII-Darstellung zu sehen ist. Dabei ist es sehr wichtig, daß der Monitor selbst keine Speicherbereiche belegt, die für das Programm gebraucht werden. Aus diesem Grund wird er an eine beliebige Stelle geladen, die PYRADEV zu Beginn abfragt.

Dann erscheint ein zunächst verwirrendes Büd, das sich aber mit Hilfe der Anleitung sehr schnell übersichtlich und zweckmäßig erweist. In der linken oberen Ecke sind die Informationen für den Einzelschrittmodus untergebracht. Hier werden die Zeilen angezeigt, die einzeln abgearbeitet werden. Darunter erscheinen die aktuellen Registeranzeigen und der Status der Flags. Daneben steht der Status des Lower und Upper ROMs, und noch eine Spalte weiter erscheint auf Wunsch der gerade angezeigte Speicherinhalt disassembliert. Der untere Teü des Bildschirms gehört dann der erwähnten Speicheranzeige. Ein Tastendruck genügt, um in diese Anzeige zu gelangen und den Speicher durch einfaches Überschreiben zu ändern. Weiterhin können jederzeit die Registerinhalte verändert werden, was allerdings nur der erfahrene Programmierer tun sollte, um ein vorzeitiges Aussteigen des Systems zu verhindern.

Eine sehr leistungsfähige, schon angedeutete Möglichkeit des Monitors ist der Einzelschrittmodus, mit dem Maschinenspracheprogramme Schritt für Schritt abgearbeitet werden. Nach jedem Schritt kann man die Registerinhalte überprüfen und erst dann den nächsten Befehl ausführen lassen. Die Adresse zum Start des Einzelschrittmodus ist frei wählbar. Mit dieser Methode kommt man Fehlern in Assembler-Programmen relativ schnell auf die Schliche und kann sie beheben. Auch das Zurechtfinden im Speicher wird dem Anwender erleichtert, denn er kann bestimmte Zeichenfolgen suchen und anschließend die Fundstellen anzeigen lassen. Die Speicherstellen lassen sich außerdem kopieren, wobei auch Speichererweiterungen einbezogen werden können. Mit einem speziellen Befehl kann man diese Speicherbereiche ansprechen.

Eine weitere interessante Komponente von PYRADEV ist der Diskettenmonitor. Mit ihm wird dem Anwender der Zugriff auf alle Tracks und Sektoren einer Diskette gestattet. Dabei können entweder bestimmte Sektoren aufgerufen werden, oder das Programm zeigt nur die Sektoren eines bestimmten Fües an. Die Anzeige in hexadezimal oder ASCII kann wieder durch einfaches Überschreiben geändert werden. Sehr nützlich ist auch hier die eingebaute Such-funktion, wobei die Suche entweder über die gesamte Diskette oder nur über ein bestimmtes Füe ausgedehnt wird. Alle Möglichkeiten des Programms sind aber in ihrer Anwendung mit Vorsicht zu genießen, denn schnell kann einmal ein File verlorengehen oder sogar die gesamte Diskette zerstört werden, wenn man z.B. im Directory herumpfuscht. Glücklicherweise gibt es dazu den Menüpunkt UN-ERASE, mit dem der Anwender gelöschte Files wieder zurückgewinnen kann, so daß bei einer häufi-
gen Anwendung des Diskmonitors keine größeren Bitfummeleien notwendig sind.

Der letzte Programmteil von PYRADEV sind die Diskettenutilities, die das Umbenennen, Löschen und Kopieren von Files besorgen. Dieser kleine Zusatz bietet zwar keine Besonderheiten, ist aber eine gelungene Abrundung des ganzen Systems, so daß der Programmierer während seiner Arbeit immer innerhalb von PYRADEV bleiben kann.

Alle Programme glänzen durch eine vorbildliche und übersichtliche Bildschirmaufteilung, durch Hilfsseiten und unmißverständliche Anweisungen, wenn man den jeweiligen Menüpunkt verlassen will. Da die Programmierung auf Maschinenebene immer sehr " absturzgefährdet" ist, hat der Hersteller beschlossen, nicht auch noch Bedienungsfehler zu einer zusätzlichen Gefahrenquelle zu machen. So sind auf der Diskette drei Demofiles vorhanden, mit denen der Anwender zunächst einmal nach Belieben alle Möglichkeiten von PYRADEV ausprobieren kann. Eine sehr lobenswerte Maßnahme, die auf jeden Fall Nachahmer finden sollte. Auch das Handbuch ist didaktisch gut aufgebaut und mit erklärenden Zeichnungen und Bildschirmfotos versehen. Es ist in leicht verständlichem Englisch geschrieben, wobei allerdings Kenntnisse in Maschinensprache vorausgesetzt werden.

PYRADEV wird dem Anspruch "The Complete Amstrad Utility” voll gerecht. Der Programmierer findet hier Programmier-Möglichkeiten, die Spaß machen und ihm im Vergleich zu anderen Programmpaketen dieser Art sehr viel Zeit ersparen. PYRADEV ist jedem zu empfehlen, der in Maschinensprache programmiert und sich Ärger und Magengeschwüre ersparen will.

Thomas Tai, CPC Magazin

★ PUBLISHERS: Gremlin Graphics , Profisoft (GERMANY)
★ YEAR: 1986
★ CONFIG: ???
★ LANGUAGE:
★ LICENCE: COMMERCIALE
★ AUTHOR: Todd Osterlind / DISCOVERY
★ PRICE: £29.95 (UK) ; 119 - DM (DISK/GERMANY)

★ AMSTRAD CPC ★ DOWNLOAD ★

File:
» Pyradev    ENGLISHDATE: 2013-09-03
DL: 121 fois
TYPE: ZIP
SIZE: 107Ko
NOTE: 40 Cyls
.HFE: OUI

Adverts/Publicités:
» Discovery-Pyraddev-Pyraword-The  Code  Machine-EMU-The  AnimatorDATE: 2015-01-08
DL: 193 fois
TYPE: image
SIZE: 223Ko

» Discovery-Pyraddev-Pyraword-The  Code  Machine-EMU-The  Animator    ENGLISHDATE: 2020-08-03
DL: 12 fois
TYPE: image
SIZE: 224Ko
NOTE: w900*h1284

Cover:
» Pyradev    ENGLISHDATE: 2014-05-05
DL: 129 fois
TYPE: image
SIZE: 393Ko
NOTE: w1230*h808
 

Media/Support:
» Pyradev    (Release  DISC)    ENGLISHDATE: 2015-11-11
DL: 104 fois
TYPE: image
SIZE: 65Ko
NOTE: Scan by Loic DANEELS ; w928*h586

Manuels d'utilisation & docs:
» Pyradev    (Instruction  Booklet)    ENGLISHDATE: 2014-05-05
DL: 100 fois
TYPE: PDF
SIZE: 22739Ko

» Pyradev    (Simple  Debug  Routine)    ENGLISHDATE: 2014-05-05
DL: 114 fois
TYPE: PDF
SIZE: 480Ko

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QUE DIT LA LOI FRANÇAISE:

L'alinéa 8 de l'article L122-5 du Code de la propriété intellectuelle explique que « Lorsque l'œuvre a été divulguée, l'auteur ne peut interdire la reproduction d'une œuvre et sa représentation effectuées à des fins de conservation ou destinées à préserver les conditions de sa consultation à des fins de recherche ou détudes privées par des particuliers, dans les locaux de l'établissement et sur des terminaux dédiés par des bibliothèques accessibles au public, par des musées ou par des services d'archives, sous réserve que ceux-ci ne recherchent aucun avantage économique ou commercial ». Pas de problème donc pour nous!

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L'Amstrad CPC est une machine 8 bits à base d'un Z80 à 4MHz. Le premier de la gamme fut le CPC 464 en 1984, équipé d'un lecteur de cassettes intégré il se plaçait en concurrent  du Commodore C64 beaucoup plus compliqué à utiliser et plus cher. Ce fut un réel succès et sorti cette même années le CPC 664 équipé d'un lecteur de disquettes trois pouces intégré. Sa vie fut de courte durée puisqu'en 1985 il fut remplacé par le CPC 6128 qui était plus compact, plus soigné et surtout qui avait 128Ko de RAM au lieu de 64Ko.