In letzter Zeit scheint sich MELBOURNE HOUSE ja geradezu darum zu schlagen, ehemalige 16-Bit-Games von PSYGNOSIS für 8bitter umzusetzen. Angefangen hat diese Seuche bei Barbarian, und ausgebreitet hat sie sich nun auch auf OBLITERATOR. Wer allerdings von dieser Umsetzung auf den Amstrad große Wundertaten erwartet, wird schnell enttäuscht werden. Einzige Gemeinsamkeiten sind die Spielhandlung um ein Raumschiff, in dem die Zeitbombe tickt, und die ruckelige Animation der Sprites. Nicht, daß das vielleicht nicht besser hätte gemacht werden können, aber MELBOURNE HOUSE dachte sich wohl,wenn's schon beim Original ruckelt, warum nicht auch bei uns? Ein weiteres unangenehmes Feature ist die Ikonensteuerung am unteren Bildschirmrand. Zwar kann der Held ganz konventionell mit dem Joystick über den Screen bewegt werden, aber wenn's ums Springen oder Schießen geht, muß dies sehr umständlich und zeitraubend über die Ikons geschehen. Der Haken: Die diversen   
Gegner schaffen das alles ohne Ikons und Joysticks und zigmal schneller. Der Effekt: Der Held geht ziemlich schnell drauf. Das ist schade um das ansonsten gute Konzept, denn so geht die Motivation doch des öfteren baden (von mir ganz zu schweigen...). Die Grafiken sind ja ansonsten ganz hübsch und der Sound angemessen umgesetzt, aber letztendlich kommt's ja auf den Spielablauf an, und der ist wahrlich nicht hitverdächtig. Somit b'leibt OBLITERATOR auf dem Amstrad das mittelmäßige Strategie-Actionspiel mit alls einen Höhen und Tiefen, das es schon immer war. Also, unbedingt schlecht ist es ja nicht... Michael Suck ,ASM
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