Mit dem richtigen „Bumms” durch alle Level Schon zwei Jahre ist es her, daß das englische Softwarehaus NAMCO die Rechte für sein damals neuestes Programm MOTOS an MASTERTRON1C abgetreten hat, doch nun erst wurde das Spiel in der M.A.D.-Reihe veröffentlicht. An dieser Stelle sei mir die Frage an MASTERTRONIC gestattet, warum man uns so lang auf dieses Produkt hat warten lassen, denn MOTOS ist ein absolutes Spitzenprogramm und hätte sicher auch schon vor zwei Jahren seine Freunde gefunden. Doch wie auch immer - auch heute noch ist die Idee des Games eine völlig neue: MOTOS wird auf einem sich von Level zu Level verändernden, in quadratische Felder eingeteilten Brett gespielt. Man steuert ein Gebilde, das wohl ein Raumschiff darstellen soll, und muß versuchen, damit die gegnerischen Objekte durch gezieltes „Anrempeln” über die Kante des Bretts hinweg in den Abgrund zu stürzen. Gleiches kann natürlich auch dem Spieler selbst widerfahren, so daß man also tunlichst auf den Erhalt seiner insgesamt fünf Leben bedacht sein sollte. Um in das nächste Level zu gelangen, müssen jeweils alle Gegner (Aliens) vernichtet werden, wobei die Aufgabe mit fortschreitendem Spielverlauf immer schwieriger wird. Hat man es anfangs nur mit zwei feindlichen Kugeln zu tun, so wächst die Zahl der Gegner mit jedem Level im gleierten Maße, wie auch weitere Schwierigkeiten hinzukommen. So verändern die Aliens nicht nur ihre Gestalt, werden zu sich um die eigene Achse drehenden Satelliten, die natürlich besonders schwer zu attackieren sind, sondern auch das Brett wird zunehmend tük-kisch. War es anfangs noch ein ebenmäßiges Rechteck, so erscheint es nun in bizarren Formen, mit Vorsprüngen und {wie gemein!} mit Löchern, in die man natürlich schnell hinein-gefallen ist. Was aber das Schlimmste ist, ist der in den höheren Leveln einsetzende Raketenbeschuß durch die Aliens. Diese Bomben reißen tiefe Löcher in das Spielfeld, und wo vorher sicher begehbarer Boden war, findet man sich nun unversehens am Rande des Abgrunds wieder. Jemehr Zeit man sich mit der “Bereinigung “des Bretts läßt,umso mehr häufen sich die Einschüsse-Beeilung ist also angesagt! Zum Glück gibt es bei MOTOS aber auch ein paar Dinge, die die Arbeit ein wenig erleichtern - allzu schwer wäre sonst die Aufgabe! Die hier und da verstreuten Kraftpillen (verpassen Ihrem Schiff den richtigen „Bumms “) sollte man sich ebenso wenig entgehen lassen wie die „Beschleunigertabletten “, die ein schnelleres Fortkommen auf dem Brettermöglichen. Allerdings ist an der Kante des Bretts höchste Vorsicht geboten,denn nurzu leicht fällt man mit dem Gegner gemeinsam in den Abgrund, wenn man den Stoß zu hart durchgeführt oder das eigene Schiff nicht rechtzeitig wieder zurückgezogen hat Die quadratischen, auf der Spitze stehenden Felder sind äußerst lukrativ; stößt man sie über die Kante, so erhält man immerhin jeweils satte 1000 Bonuspunkte für diese Aktion. Wichtig ist jedoch, daß man sowohl die stärkenden Pillen als auch die Bonusfelder abräumt, solang noch Gegner auf dem Feld sind. Hat man das Brett erst einmal von allen Aliens befreit, so geht es gleich mit dem nächsten Level weiter, ohne daß man noch in den Genuß der ersehnten Vergünstigungen kommt. .    
Die eingesackten Pillen werden in einem „Vorratsbehälter” rechts unten auf dem Bildschirm dargestellt. Es ist nun an dem Spielerzu entscheiden,ob und wieviel davon er sich „ein-pfeifen” will, um seiner Energie auf die Sprünge zu helfen. Eine Score-Anzeige oben rechts auf dem Monitor zeigt an, wieviel Punkte man bereits eingeheimst hat. MOTOS kann allein oder zu zweit gespielt werden; bei der letzteren Spielweise kommt der Gegenspieler dann jeweils zum Zuge, wenn sein Vorgänger gepatzt, sprich eines seiner Leben verloren hat. Das neue M.A.D.-Programm ist, wenn auch schon zwei Jahre alt, immer noch ein Spiel mit einer originellen Idee, das für lange Zeit zu unterhalten vermag. Die Grafik ist hierbei sicher nicht gerade herausragend, der Sound schneidet dagegen schon eine Spur besser ab (dürfte aber den Besitzern von The last V-8 auch schon bekannt sein, da er mit diesem Game nahezu identisch ist). Sehr schön ist natürlich auch, daß man sich während der Ladeprozedur die Zeit mit einem {freilich sehr simplen Ballerspiel) vertreiben kann. Mit diesem Spiel im Spiel oder „load 'n' piay “, wie es auf dem Monitor in schönem Englisch heißt, läßt sich die Wartezeit natürlich bestens überbrücken. Wirklich gut ist bei MOTOS jedoch das Bemühen gelungen, den Spieler am Bildschirm zu fesseln. Wer sich auf dieses Spiel einmal eingelassen hat, wird es so schnell nichtwiederabbrechen können! Bernd Zimmermann , ASM |