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„Das Gargoyle-Komplott — oder : Wie begeht man den perfekten Mord? Wer kennt sie nicht, die „immer junge” Antwort auf die Frage nach dem perfekten Verbrechen. Dies Unterfangen scheint fast ebensowenig realisierbar wie die Quadratur des Kreises oder die Konstruktion eines Perpetuum Mobile. Dennoch: „Computermäßig” ist dies möglich. Ein weiteres kriminalistisches Abenteuer ist nun auf den Markt gekommen, das die bisherigen - nach meiner Auffassung - bei weitem überragt. Es stammt vom US-amerikanischen Hit-Produzenten ACCOLADE und heißt KILLED UNTIL DEAD. Zur Story ein paar Worte der Einführung: Sie erfahren, daß sich ein erlauchter Kreis kriminalistisch-scharfsinniger Personen (darunter auch „Lord Peter Flimsey “) im „Gargoyle-Hotel” zusammengefunden haben, um einen mörderischen Plan durchzuführen. Dabei soll (und wird, falls Sie es nicht zu verhindern wissen) einer der „Auserwählten” das Opfer sein, ein anderer der Mörder. „Typisch englischer Humor “, wird man jetzt vielleicht sagen. Ein makaberes „Spiel" beginnt... Sie übernehmen dabei die Rolle des „Schreibtisch-Täters" und Meister-Detektivs „Hercule Holmes “, der, bevor die schreckliche Tat vollbracht ist, den Namen des Mörders, des Opfers, die Tatwaffe und den Tatort herausbekommen muß. Dazu stecken Sie am besten gleich Ihren Joystick in Port. Den Knüppel benötigen Sie nämlich bei Ihrer Schnüffelei („Feuer” bringt Sie immerweiter imText; verschiedene Stick-Bewegungen sorgen für die Auswahl aus den fast zahllosen Menüs). Haben Sie das Spiel eingeladen, erscheint vor Ihnen ein hübsch anzusehendes Titelbild; die „musikalische Untermalung" (Gewitter- bzw. Donner-Geräusche) ist sehr „passend". Feuerknopf drücken, und schon folgt das erste Menü. Hier können Sie wählen, ob Sie gleich einen von mehreren Fällen bearbeiten möchten, oder aber die berühmte Schule der „Superschnüffler” besuchen möchten. De facto ist diese Option eine Art Demo; man kann sich schon mal einen Einblick verschaffen.
Nun, die Telefon-Befragung bringt mich momentan nicht weiter. Was tun? Ich gehe zur „Überwachung” über. Also, „Hand” drauf, und Feuer gedrückt. Jetzt bin ich in der Aser-vatenkammer; der Technik-Raum gibt mir ungeahnte Möglichkeiten, meine Verdächtigen zu überwachen. So komme ich mir ein bißchen wie der „Big Brother" vor, als ich die Monitor-Option ansteuere. Ich kann mir aussuchen, wo ich meine Kameras postieren möchte (im Foyer des Hotels genau so, wie in den Zimmern der Gäste). Treffe ich niemanden an, bzw. finde ich ein leeres Zimmer vor, so versuche ich dort einzubrechen, um weitere Informationen zu erhalten. Zugegeben, das ist nicht gerade die feine Art. Aber was tut man nicht alles, um ein Verbrechen zu verhindern? Also zum Einbruch: Hier wartet eine neue,gleichsam aberwitzige Schikane auf mich: Da muß ich doch erst eine Quiz-Frage beantworten, um in das Zimmer zu gelangen. Kaum zu glauben, aber (leider) wahr! Bisweilen ist das Einbrechen wirklich eine schwierige Angelegenheit! Scherz beiseite: Die Informationen, die ich hierbei erhalte, sind meist von großer Bedeutung. Ich kriege mit, wer mit wem was am Hut hat; welche besonderen Merkmale eine Person hat, wann sich ein Treffpunkt ereignet... Äpropos„Treffpunkt “:Wenn ich jetzt weiß, daß Lord Peter mit Claudia um 5 Uhr eine Verabredung hat, gehe ich schnell zum Menü-Punkt „TAPE” über. Ich sehe mein Gerätvormir: Neben den üblichen Tasten eines Tonbandgerätes befindet sich auch eine Aufnahme-Zeile, wie ich sie einmal nennen möchte. Man fährt auf HALL (das steht anfangs immer da) und wähle (Feuerknopf gedrückt und Stick-Bewegung nach unten) mir den Ort, wo ich aufnehmen möchte, aus. Desweiteren kann ich auch die Zeit einstellen (selbe Prozedur wie zuvor). Ich stelle nun die Uhr auf „5.00” (Anfang der Aufzeichnung) und lasse den Rekorder bis etwa „5.30" laufen. Später höre ich dann das Band ab. In meinem Notizbuch suche ich noch einmal nach den Fakten (das sind die Aussagen der Personen; anonyme Hinweise oder Bandaufzeichnungen), um den Mord noch rechtzeitig zu verhindern. Doch dann passiert urplötzlich was Merkwürdiges: „Hey, da beobachtet mich doch einer von draußen! Der schaut direkt in mein Arbeitszimmer ”. „Cool “, wie ich bin, schenke ich dererlei Kleinigkeiten keine weitere Beachtung, obwohl ich weiß, daß die Zeit gegen mich läuft. „Ich muß mich also beeilen, ehe vielleicht auch mir etwas zustößt “, denke ich bei mir. „Wie war das noch? Claudia kann nicht das Opfersein,wenn Agatha als Mörderin in Betracht kommt. Es sind dicke Freundinnen. Wenn Sydney ermordet würde,dann kann der Tatort nur die Empfangshalle des Hotels sein. Mmh, Agatha ist mit Mike liiert...” Die Zeit drängt, die Aussagen verwirren mich mehr, als daß sie mir von Nutzen sind. Sch ... egal, Ich versuche jetzt den Verdächtigen anzurufen, um ihn zu beschuldigen. Ich gucke mir den Blaublütigen aus und sage ihm ins Gesicht, daß er der Mörder in spe sei. Lord Peter will wissen, wen ergedän-ke umzubringen. Ein weiteres Menüe erscheint, und ich suche mir als Opfer Sydney aus. Mutig betätige ich den Feuerknopf; mal sehen, ob ich recht hatte... Lord Flimsey ist brüskiert. Er gibt mirzu verstehen, daß ich es wohl nie zu einem Meister-Detektiv bringen werde. Im „Nebensatz" erwähnt er noch, daß ich auch wohl kaum lange überleben werde. Was meint er nur damit? Nun ja, nach etwa fünf Sekunden bin ich wirklich mausetot: Durch das Fenster in meinem Arbeitszimmer sehe ich eine Revolvermündung auf mich gerichtet. Und plötzlich knallt's. Das war's wohl. Iss ja man gediegen... Die Bilanz von KILLED UNTIL DEAD muß wohl so aussehen: Die Grafik ist ordentlich; auch der Sound stimmt (jeder einzelnen Person wurde eine „Erkennungsmelodie" zugeordnet); die Handhabung ist durch die Stick- und Menü-Steuerung recht gut; die Motivation ist am Anfang des Spieles gewaltig hoch, sie ließ aber bei mir nach gut zwei Stunden etwas nach (vielleicht auch kein Wunder, wenn man dauernd erschossen wird?). ACCOLADE hat sich der Reihe der „modernen Ad-ventures” angeschlossen, die nicht zuletzt mit Murder on the Mississippi oder Vera Cruz ihren Einzug hielten. Die Machart von KILLED UNTIL DEAD ist die gleiche. Von daher konnte man mich nicht mehr so leicht vom Hocker reißen. Dennoch: dieses Spiel ist so gut, daß man es besitzen sollte, auch dann, wenn man vielleicht schon das eine oder andere dieser Art besitzt. Warum? Ganz einfach: Es macht ja so einen Spaß, andere Menschen zu observieren... Manfred Kleimann , ASM |
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Page créée en 211 millisecondes et consultée 3148 fois L'Amstrad CPC est une machine 8 bits à base d'un Z80 à 4MHz. Le premier de la gamme fut le CPC 464 en 1984, équipé d'un lecteur de cassettes intégré il se plaçait en concurrent du Commodore C64 beaucoup plus compliqué à utiliser et plus cher. Ce fut un réel succès et sorti cette même années le CPC 664 équipé d'un lecteur de disquettes trois pouces intégré. Sa vie fut de courte durée puisqu'en 1985 il fut remplacé par le CPC 6128 qui était plus compact, plus soigné et surtout qui avait 128Ko de RAM au lieu de 64Ko. |