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Preisgünstiges X-Laufwerk (CPC Magazin)![]() | Massenspeicher für CPC (CPC Magazin)![]() | Nachtrag zum X-Laufwerk von Dobbertin (Schneider Magazin)![]() |
Dobbertin Industrie-Elektronik bietet ein 5,25"-Laufwerk mit einer Kapazität von 700 KByte an. Es hat sich wohl herumgesprochen, daß 3"-Disketten für die CPCs außergewöhnliche Preise besitzen, aber auf einer Seite nur um die 170 KByte Speicherkapazität bieten. 5,25"-Disketten sind, was die Kosten angeht, schon weitaus attraktiver, und ein passendes Laufwerk ist auch günstiger zu haben. Nur bei der Aufnahmefähigkeit hat sich noch nichts geändert. Hier bietet sich der Anschluß eines 80-Spur-Laufwerks an, das die Diskette zudem noch beidseitig benutzt, ohne daß man sie umdrehen muß. Eine solche Diskettenstation für die CPCs wird von Dobbertin Industrie-Elektronik vertrieben. Mit ihr erhöht sich die externe Speicherkapazität auf über 700 KByte in drei Formaten, nämlich Schneider-System- und Daten- sowie vortex-Format. Die Station ist mit einem 5,25"-80-Spur-Slimline-Laufwerk ausgerüstet. Dabei handelt es sich, je nach Verfügbarkeit, entweder um eine TEAC-Floppy vom Typ 55SV oder eine von BASF vom Typ 6138, Version B. Ein zweites Laufwerk kann nachträglich eingebaut werden. Der Anschluß einer Schneider-3"-Floppy ist vorgesehen. Für diesen Bericht stand eine Doppelstation mit angeschlossenem 3"-Laufwerk zur Verfügung. Fangen wir einmal mit dem äußeren Erscheinungsbild an. Das schwarze Stahlblechgehäuse der Station nimmt maximal zwei Floppys und auf jeden Fall das Netzteil auf. Zur Wärmeabfuhr sind am Ende der Gehäuseoberseite Lüftungsschlitze eingelassen. Eine besonders erwähnenswerte Wärmeentwicklung war jedoch selbst bei Dauerbetrieb nicht festzustellen. Die Station wird mit einem kleinen Kipphebel an der Rückseite des Gehäuses ein- und ausgeschaltet. Die Laufwerke selbst lassen sich mit Drehhebeln öffnen und schließen; die Disketten können auch während eines Zugriffs entnommen werden. Ansonsten ist die Gehäuseoberfläche glatt. An der Unterseite sind noch die unvermeidlichen selbstklebenden Gummifüße angebracht. Zum Glück dienen sie jedoch nicht dazu, irgendwelche Schrauben zu verstecken. Das Zuleitungskabel für die Stromversorgung ist ausreichend lang konzipiert und mit einem Eurostecker versehen. Das 700-KByte-Laufwerk >> Bisher war also nur Bekanntes zu entdecken. Aber da gibt es ja auch noch das 3"-Laufwerk und das AMSDOS. Das Anschlußkabel kann man leicht selbst anfertigen. (Die Anleitung dazu ist im Anhang des Handbuchs zu finden.) Wer dies nicht will, muß es eben mitbestellen. Das Originalkabel der DDI-1 wird samt zugehörigem Controller nicht mehr benötigt. Das 3"-Laufwerk läßt sich problemlos anschließen. Für den eigentlichen Betrieb der Station ist es jedoch nicht erforderlich, sondern lediglich für das Installationsprogramm. Es kopiert alle Programme der 3"-CP/M-Diskette auf die mitgelieferte, leere 5,25"-Systemdiskette und fügt die notwendigen Patches automatisch ein. Zudem werden noch einige kleinere Hilfsprogramme erzeugt. Für alle, die programmieren können, dürfte es kein Hindernis sein, CP/M von einer 5,25-"Diskette ohne die DDI-1 zu installieren. Für den Einsteiger wäre ein 3"-Laufwerk aber zu empfehlen. Besitzer eines CPC 664 oder 6128, die demnächst auch in den Genuß der Dobbertin-Station kommen können, verfügen ja auf jeden Fall über ein solches. Dabei wird die Döbbertin-Floppy am Port für das Zweitlaufwerk angeschlossen. Das ROM mit dem DDOS kann dabei unter anderem auch auf einer EPROM-Karte untergebracht werden, die mit dem Expansions-Port verbunden ist. Das AMSDOS-ROM läßt sich über die Software ab- und wieder anschalten. Für Kompatibilität ist also gesorgt, und zwar auch beim CPC 464. Bei ihm ist das Umschalten überhaupt nicht erforderlich. Besitzer eines CPC 464, die keine DDI-1 besitzen, werden diese wohl irgendwo ausleihen müssen. Dieser Punkt birgt eine gewisse Unlogik in sich, denn so kann das CP/M nur von einer 3"-Diskette kopiert werden. Es ist aber wie andere Programme auch auf 5,25"-Disketten im Handel erhältlich. Wer also nur das CP/ M kauft, muß auch wissen, wie es weitergeht. Wer sich auskennt, kann das Dobbertin-Laufwerk durch Umstecken von Jumpern auf Doppelsteps einstellen und CP/M von einer 40-Spur-5,25"-Dis-kette kopieren; ja sogar der Anschluß einer solchen Floppy anstelle der DDI-1 dürfte möglich sein. Die Station läßt sich schnell und unkompliziert anschließen. Dazu ist ein kurzes, breites Flachbandkabel aus dem Controller herausgeführt, an dessen Ende sich ein hellblauer Platinenstecker befindet. Er besitzt Fixierungsösen, die beim CPC nicht gebraucht werden, aber ein leichtes Abziehen des Steckers ermöglichen. Der DDOS-Controller wird also einfach amExpansionsport des CPC angeschlossen und verfügt sogar über einen durchgeführten Bus. Das ist erstaunlich. Hatte man einen CPC 464 mit einer DDI-1 erweitert, so war der Bus danach mit dem Schneider-Controller belegt. Hatten die Hersteller anderer Erweiterungen dies nicht in ihre Überlegungen miteinbezogen, scheiterte mancher Erweiterungsversuch an dieser Sackgasse. Ein langes Flachbandkabel stellt die Verbindung zwischen Controller und Station her. Am Testgerät war ein zweites Flachbandkabel zum Anschluß von einem oder sogar zwei 3”-Laufwerken zusätzlich aus der Controllerbox herausgeführt. Auch dieses Kabel war großzügig konzipiert. Die Controller-Platine entspricht dem Industriestandard. Ohne jeglichen Installationsaufwand erscheint nach Cat die Directory, sofern sich eine Diskette im Laufwerk befindet. Solche im vortex-Format wurden problemlos eingelesen. Also haben wir schnell einmal die 62K-CP/M-vortex-Sy-stemdiskette eingelegt, |CPM eingegeben, und siehe da, es klappte. Die RAM-Disk ließ sich ohne Schwierigkeiten formatieren, und auch sonst gab es keinen Ärger beim Betrieb des banked CP/M. Nur Programme wie z. B. FAST.COM, COPY62.COM und andere, die spezielle Funktionen des VDOS ansprechen, funktionieren nicht mehr, da das VDOS ja nicht vorhanden ist. Im Controller von Dobbertin wird nur DDOS gesprochen. Die Befehle des BOS der vortex-RAM-Er-weiterung unter Basic lassen sich ohne Im Gehäuse verbergen sich zwei TEAC-Laufwerke >> Hier möchte ich auch gleich den letzten Teil des insgesamt gut gestalteten und informativen Handbuchs ansprechen, da er sich an alle MC-Programmierer wendet. In diesem Kapitel werden sämtliche Systemvektoren und -parameter offen aufgeführt. Zudem sind die RSX-Befehle für den direkten Zugriff auf Sektoren usw. mit den Namen #81 bis #89 anhand von kleinen Assemblerlistings ausführlich dokumentiert. Den Abschluß dieses interessanten Teils bildet ein Assemblerlisting zum Einlesen einer Datei oder eines Programms von Diskette. Hier wäre ein kurzes Listing für random access wünschenswert. Allerdings sei an dieser Stelle auf ein geeignetes Programm hingewiesen, das im Schneider Magazin 5/87 auf Seite 102 abgedruckt wurde. Der übrige Teü des Handbuchs ist klar und verständlich geschrieben und gibt so auch dem Einsteiger eine Chance, bis zu vier Laufwerke sowohl unter Basic als auch unter CP/M zu verwalten. Alle CP/M-Befehle werden hier ausführlich erklärt, selbstverständlich auch die von der Firma Dobbertin hinzugefügten. Dies sind zum einen die S-Kommandos zur Auswahl des Laufwerks. Hinzu kommen VERIFY zum Testen einer Diskette und FORMAT, um sie zu formatieren. Bei den 3"-Floppys können Sie hier zwischen DATA-, System- und IBM-Format wählen, bei den 5,25"-Laufwerken zwischen DATA, System und vortex. COPY ermöglicht es, Komplettkopien Ihrer Disketten herzustellen. Ein schöner Einfall ist der Befehl AUTORUN. Mit ihm läßt sich ein beliebiges anderes CP/M-Kom-mando dauerhaft im CCP des CP/M eintragen, und zwar so, daß es nach dem Start von CP/M und nach jedem < ^ C > automatisch ausgeführt wird. Natürlich kann man diese Funktion auch wieder ausschalten. Alle RSX-Befehle des AMSDOS sind auch im DDOS enthalten. Einige andere wichtige Anweisungen kamen noch hinzu. Kompatibilitätsprobleme wie beim VDOS der vortex-Station traten aber nicht auf. Der Zugriff und die Formatierung erfolgen zügig. Das DDOS gehört somit zu den schnellsten Diskettenbetriebssystemen, die es für den CPC gibt. Mangels genauer Meßmögüchkeiten ließ sich die Vermutung, daß es sich hier um das schnellste DOS für den CPC handelt, nicht exakt in Zahlen fassen. Zu begrüßen ist auch, daß die Kontrolllampen der Laufwerke immer leuchten, sobald die Station angeschaltet ist. Bei Schreib-/ Lesezugriffen tun sie dies hell; in der übrigen Zeit glimmen sie nur vor sich hin. So sieht man immer, ob die Station in Betrieb ist. Das beugt einem versehentlichen Leerlauf des Netzteüs, z.B. während der Ferien, vor. Ein weiteres Plus ist, daß das 3"-Laufwerk jederzeit ausgeschaltet und abgesteckt oder aber nachträgäch angeschlossen und in Betrieb genommen werden kann, da vom DDOS kein Reset ausgeführt wird. Kopiergeschützte Programme kamen mit der neuen Konstellation auch gut zurecht. Faßt man alle Punkte zusammen, so kann man sagen, daß diese Diskettenstation eine empfehlenswerte Erweiterung für die CPCs darstellt. Der einzige Schwachpunkt liegt eigentlich nur darin, daß man zur Installation von CP/M eine 3”-Floppy benötigt. Hier ist man wohl davon ausgegangen, daß Besitzer einer DDI-1 ihr System um ein Zweitlaufwerk mit großer Kapazität erweitern wollen. Die wenigsten möchten wahrscheinlich auf das 3"-System verzichten, da die Software für die CPCs im allgemeinen auf diesem Format angeboten wird. Diesem Nachteü stehen aber das sehr schnelle DOS, der durchgeführte Systembus, die Abmessungen der Kabel, die Power-on-Kontrolle und der unproblematische Betrieb gegenüber. H.H. Fischer, CPC Magazin |
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