Blubber, blubber... Und da ist sie nun endlich, die lang angekündigte Umsetzung des Blasen-Epos BUBBLE BOBBLE, TAITO hatte mit diesem Game wirklich einen absoluten Knüllerinden Spielhallen, und ich war recht gespannt, wieviel Spielwitz bei den Umsetzungen für die einzelnen Rechner noch übrigbleiben würde. Spielhallenkonvertierungen liegen im Moment sowieso stark im Trend (siehe Imagine), und so hat es diesmal FEREBIRD geschafft, die Lizenzen für BUBBLE BOBBLE zu bekommen. Für ali die unter Euch, die das Game von der Spielhalle her noch nicht kennen, hier eine kurze Beschreibung: Jedes der insgesamt 100 Level muß von allen kleinen Monstern „gesäubert” werden. Dazu steuert man einen kleinen Drachen, der Blasen „abfeuern” kann. Trifft die Blase ein Monster, so wird dieses davon eingehüllt und kann mit einem Sprung auf die Blase vernichtet werden. Als Belohnung gibt's dann noch ein Bonus-Symbol in Form einer Frucht, das man aufsammein sollte. Eigentlich wäre soweit alles zu diesem Spiel gesagt, wenn nicht..., ja, wenn es nicht noch ein paar kleine Extras gäbe. So kann der kleine Drache noch ein paar nützliche Symbole ausammeln, wie z.B. einen Schuh, der ihn schneller macht oder ein Bonbon, das ihm mehr Feuerkraft verleiht. Besonders gut für's Punktekonto ist die Flasche, denn dann erhält man eine Bonusrunde, in der dann alle freien Teile der Spielfläche mit Früchten zugedeckt werden. Schafft man es, alle aufzusam-metn, so gibt's noch dicke Ex-tra-Punkte. Auch ist es sehr zu empfehlen, erst einige Gegner einzuhüllen und sie dann mit einem Sprung außerGefecht zu setzen, denn mit dieser Methode erhöht sich der Score beträchtlich. Außerdem sind ab und zu ein paar Buchstaben in Blasen eingehüllt. Sammelt man diese und erhält das Wort „Extend “, so bekommt man ein weiteres Leben geschenkt. Jedes Level hat seine eigenen Schwierigkeiten, so daß man manchmal erst nach mehreren Versuchen weiß, wie man die Runde am besten angeht. Hinzu kommt, daß unser Held immer nur nach oben springen kann (und das auch durch die Plattformen hindurch) und nur durch fallen wieder herunterkommen kann. Man kann die Blasen übrigens nicht nur zerstören, sondern auf ihnen herumspringen. Dabei muß der Joystick nach oben gedrückt werden, denn sonst ist die Blase futsch. Bis zu diesem Punkt entsprechen alle Features auch dem Spielhallen-Original. Lediglich zwei Punkte ließen sich nicht nachprüfen (und wurden auch nicht in der Anleitung erwähnt): Schafft man nämlich mit. seinem ersten Leben 20 Runden oder ein vielfaches davon, so kommt man beim Original in die „Secret round “, bei der jede Menge Punkte gesammelt werden können. Kommt man mit dem ersten Leben gar in die 50.Runde, so geht's fix mit der 70. weiter. Schreibt uns, wenn Ihr mal soweit kommt!    
BUBBLE BOBBLE ist ein sehr unterhaltsames Spielchen, denn es bietet trotz (oder gerade wegen?) seiner simplen (aber originellen) Idee viel Abwechslung. Gerade die vielen kleinen Feinheiten des Games machen das Spielen wirklich zur Lust - und das vor allen Dingen beim Spielhallenoriginai. Leider Gottes hat das Game nämlich bei der Umsetzung einiges abspecken müssen. Am besten hat mir die C-64-Fas-' sung gefallen, denn hier stimmt die Grafik und der Sound; beides kommt der Vorlage sehr nahe. Anmerken muß man allerdings, daß auch das Auto-maten-Origjnal keine aufwendigen Hintergrundgrafiken besaß, allzuviel darf man also nicht erwarten. Leider ist die Animation etwas zu langsam geraten,denn die Aktionen sind teilweise so lahm, daß derSpaß etwas verloren geht. Beim Spectrum stimmt die Geschwindigkeit, der Rest scheint mir allerdings stark zusammengeschustert zu sein. Die Grafik ist lieblos, die Animation zuweilen recht „sprunghaft” und der Sound nur beim 128K-Specci erträglich. Am meisten verspreche ich mirvon der Atari ST-Version, denn bei diesem Rechner dürfte man eigentlich keinen Unterschied mehr zum Original merken -wenn die Programmierer ordentlich gearbeitet haben. ASM wird auf alle Fälle die ST-Fassung noch ein-mal anmerken! Manfred Kleimann , ASM |