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FILE TRANSFER -Datentransport... unter anderem Die Eingabe eines BASIC-Programmes beansprucht gewöhnlich viel Zeit, besonders wenn es sich um ein Programm handelt, das noch in der Entwicklungsphase steckt. Noch mehr Zeit wird in Anspruch genommen, wenn man den zugehörigen Text mit einer Text Verarbeitung oder Daten in eine Datenbank eingibt. Falls man dies auf einem PC-Rechner am Arbeitsplatz macht, stellen oft die Arbeitszeit und die Inanspruchnahme des Rechners den “Engpass“ dar, so daß es sehr günstig wäre, einen Teil dieser Arbeiten zuhause erledigen zu können und daß der Rechner am Arbeitsplatz nur für die Verarbeitung oder Anwendung dieser Files benutzt wird. Für diejenigen, die glücklicherweise auch einen der PC- Rechner ihr Eigen nennen, gibt es da keine Schwierigkeit. Man kann aber mit den geeigneten Programmen auch den CPC 6128 für diesen Zweck benutzen. Die Voraussetzung dafür ist die Möglichkeit, daß der Rechner das PC-(IBM-)Format erkennt und daß man über ein zusätzliches 5.25“-Laufwerk verfugt. Diese Laufwerke sind seit geraumer Zeit immer öfter bei CPC-Besitzem anzutreffen, da die Preise dieser Laufwerke ziemlich heruntergesetzt (unter 400,— DM) wurden. Das Programm, das hier präsentiert wird, gibt diese Möglichkeit des File-Austausches zwischen den Schneider CPC 6128-Rechnern oder PCW 8256/8256 (JOYCE) und IBM- kompatiblen Rechnern. Dabei wird die vollständige Kompatibilität nur bei den ASCII-Dateien erreicht, BASIC-Programme können also nur dann übertragen werden, wenn sie mit der Option “A“ (auch im ASCII-Code) gespeichert worden sind. Dies bedeutet, daß diese Programme an einem Rechner eingelesen und an einem anderen getestet und gestartet werden können. Das Programm wurde größtenteils in BASIC programmiert, bis auf einen kleinen Maschinenspracheteil, der zur Kontrolle des Laufwerkes benötigt wird. Alle Optionen in den benutzerorientierten Menüs können hauptsächlich über die Cursortasten, die Copy- und die Return-Taste aufgerufen werden. Das Hauptmenü setzt sich aus folgenden Menüpunkten zusammen:
Dabei werden die ersten vier Optionen auf eines der Formate bezogen, welches die CPC-Rechner erkennen können: DATA, CP/M, JOYCE oder IBM (Abb. 1). Die Menüpunkte Menüpunkt 1: DIRECTORY Dieser Programmteil ermöglicht den Ausdruck des Directories von Diskette A oder B auf Bildschirm oder Drucker. Dabei kann man ein Grundinhaltsverzeichnis anzeigen lassen, in dem nur die Dateinamen und die Dateilänge enthalten sind, oder ein vollständiges Inhaltsverzeichnis, in dem neben den obigen Angaben noch die Sektoren auf der Diskette, wo die Dateien gespeichert worden sind, angegeben werden. Dies ist von besonderer Bedeutung bei den CPC-Disketten, bei denen eine Datei in mehreren Teilen auf den Disketten gespeichert werden kann. Falls der Diskettenname auf der Diskette vorhanden ist, wird dieser Name auch beim Druck angezeigt, ansonsten fordert das Programm vom Benutzer, daß er den Namen der Diskette einträgt. 2.- HEXDUMP Nach der Auswahl dieser Option fordert das Programm vom Benutzer, daß er definiert, welches Laufwerk benutzt wird, welche Datei ausgewählt und welcher Dateiteil gedruckt werden soll und in welcher Form man sich die Ausgabe wünscht; nur hexadezimal, nur ASCII oder beides. Wenn man sich ein vollständiges Hexdump wünscht, stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung: Druck von ASCII-Code unter dem hexadezimalen Code, oder seitlich. Am Anfang jeder Zeile wird eine relative Adresse vom Anfang dieser Datei ausgegeben. Auch hier, wie bei der vorherigen Option, kann man mit einem der vorhin aufgezeigten Formate arbeiten.
3.- COPY CPC - JOYCE - PC Dieser Programmteil ist wohl der interessanteste, wie auch schon am Anfang erwähnt, denn er ermöglicht das Dateikopieren von einer Diskette auf die andere, ohne Rücksicht auf das Format. Hierbei sei allerdings gesagt, ohne näher auf Erklärungen zur Formatstruktur ein-gehen zu wollen, daß man mit dem Programm die Arbeit vom PC nur simuliert; alle Angaben, die für die Erkennung der Datei seitens des IBM PC- oder eines kompatiblen Rechners nötig sind, werden in die entsprechenden Sektoren eingetragen (es genügt also nicht, nur den Dateinamen ins Directory einzutragen). Wie schon erwähnt, kann man neben der Übertragung von ASCII-Dateien auch im ASCII-Code vorher gespeicherte BASIC-Programme übertragen. Es wäre natürlich auch möglich, ein besonderes Programm zu erstellen, welches ein in einer BASIC-Version geschriebenes Programm in ein anderes transformieren könnte, wobei wir uns allerdings auf die Befehle, die in beiden Versionen vorhanden sind, beschränken müßten. Aber das ist ein anderes Thema. 4.- EDITIEREN Nicht weniger nützlich (für die meisten vielleicht noch nützlicher) ist die Möglichkeit, auf die Inhalte der Sektoren einer Diskette zum Zweck der Überprüfung und Änderung zurückzugreifen, ganz egal, ob es sich um CPC-, JOYCE-oder PC- Disketten handelt. Wenn dieser Programmteil angesprochen wird, fordert das Programm, daß man die Diskette bestimmt und danach auch die Dateien und Sektoren, die kontrolliert werden sollen. Danach wird der Inhalt der ersten Hälfte des ausgewählten Sektors auf dem Bildschirm in zwei unabhängige Fenster ausgegeben: links hexadezimale Codes, rechts ASCII-Codes. Der Cursor läßt sich in alle vier Richtungen, links, rechts, aufwärts, abwärts, mit den Cursortasten bewegen. Mit dem gleichzeitigen Drücken der SHIFT-Taste und einer der Cursortasten bewegt sich der Cursor zum Anfang oder zum Ende der Zeile oder des Fensters, und mit dem Drücken der CTRL-Taste und der Cursor-rechts- oder Cursor-links-Taste bewegt man sich von einem Fenster zum anderen. Um die andere Hälfte des Sektors einzulesen, drücken Sie die Cursor-auf- oder Cursor l/2Taste zusammen mit der CTRL-Taste. Mit RETURN wird der EDIT-Modus verlassen und das Programm fragt, ob man diesen veränderten Sektor auf Diskette speichern will (natürlich an derselben Stelle, wo er vorher war) um danach den nächsten ausgewählten Sektor der gleichen oder nächsten Datei einzulesen. 5.- LÖSCHEN DER PC-DISKETTE Dieser Programmteil wird benutzt, wenn man den Inhalt der PC-Diskette löschen will. Man kann den auf dem Originalrechner eingegebenen Inhalt löschen, oder auch vorher auf dem CPC-Rechner erstellte und von dort kopierte Dateien. Falls keine Diskette vom IBM-Format in Laufwerk B vorhanden ist, meldet das Programm, daß es sich um ein unkorrektes Format handelt.
Hierzu gehört auch, daß die PC- Diskette, die man für den Transfer oder für die Änderung des Dateiinhaltes benutzen will, vorher auf einem PC-Rechner formatiert werden muß. Es reicht eine einseitige Formatierung aus, da die meisten 5 1/4 “-Laufwerke für die CPCs ebenfalls nur eine Seite der Diskette beschreiben können. Diese Option ist schon bei den IBM- und kompatiblen PC-Rechnem vorgesehen, indem man die Option FORMAT/1 benutzt. Das Programm besteht, wie schon gesagt, aus zwei Teilen: BASIC- und Maschinenspracheteil. Zuerst geben Sie das BASIC-Programm ein und speichern es auf Diskette ab, danach den DATA-Lader, den Sie ebenfalls aus Sicherheitsgründen erst einmal abspeichern. Danach starten Sie den Lader, er erzeugt den Maschinenspracheteil, der automatisch auf Diskette abgelegt wird.
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