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Meistens gebraucht man seinen Computer zu verschiedenen Dingen wie Textverarbeitung, Datenverwaltung oder als Spielgerät. Die eigentliche Funktion, nämlich ein Rechengerät zur sein, geht dabei allmählich ganz unter, dazu hat man meistens seinen programmierbaren Taschenrechner zu Verfügung. Daß man den Spieß auch mal umdrehen kann, zeigt Ihnen unser Programm, welches, in BASIC geschrieben, aus Ihrem CPC einen vollwertigen technisch- wissenschaftlichen Taschenrechner macht, mit dem Sie die komplexesten Berechnungen durchführen können. Alle Funktionen sind über die Tasten des Zehnerblockes einschließlich den Cursor- Steuertasten zu bedienen. Der Bildschirm wird in zwei Hauptteile und in ein Ausgabefenster aufgeteilt. Es kann mit der Taste ']' zwischen zwei Ausgabeformaten (Zahlengröße) gewählt werden. Auf der rechten Bildschirmseite sind die Funktionen der Zehnertastatur dargestellt, die im Normalzustand ausgefiihrt werden. Dieses sind erstens die Ziffem-eingabe und zweitens die vier Grundrechenarten. Links davon ist die zweite Ebene abgebildet, die mit SHIFT erreichbar ist. Sie bedarf eigentlich keiner weiteren Erklärung, da die Symbole allein schon aussagekräftig genug sind. Außer Prozentrechnung, Potenzieren, Radizieren, Winkelfunktionen, 1/X, Vertauschen und Vorzeichen Wechsel gibt es auch die Funktion 'HMS', die Eingaben in der Form Stunden (oder Grade), Minuten und Sekunden in gegebene Zeiten oder Winkel in dezimalen Stunden bzw. Grade umsetzt.
Die Funktionen Mit SHIFT und des Zehnerblockes ist die Wahl des Modus zwischen Bogenmaß und Winkelmaß möglich. Der jeweilig eingestellte Modus wird durch weiße Schriftzeichen angezeigt. Mit SHIFT bzw. CONTROL und den Cursortasten sind die beiden arithmetischen Speicher an wählbar. Dabei bedeutet 'M + ', daß der angezeigte Wert zu dem abgespeicherten Wert dazuaddiert wird, während bei 'M-' subtrahiert wird. Ob sich Werte im Speicher befinden, kann am Wechsel der Farbe für 'MR' (1. Speicher mit SHIFT) und 'MC' (2.Speicher mit CONTROL) erkannt werden. 'MC' löscht den entsprechenden Speicherinhalt und 'MR' gibt den Zurück zum Zehnerblock. Die dritte Ebene, mit CONTROL anzuwählen, enthält folgende Optionen:
Weitere 'festverdrahtete' Funktionen sind:
Wer den Dezimalpunkt lieber durch das Komma dargestellt haben möchte, wählt diese Funktion mit der Taste 'Semikolon' aus. Auch an die Ausgabe auf einen angeschlossenen Drucker ist gedacht worden. Mit SHIFT ENTER wird das letzte Ergebnis gedruckt. CONTROL ENTER wirkt als Schalter. Nach dem ersten Drücken werden alle nachfolgenden Rechenoperationen auch ausgedruckt. Durch erneutes Drücken der Tasten CONTROL und ENTER wird die Druckausgabe wieder abgeschaltet. Hier noch die Sondertasten mit ihren Funktionen:
Zum Üben Nachdem Sie jetzt erfahren haben, welche vielfältigen Möglichkeiten im Programm zu nutzen sind, sollen Ihnen die nachstehenden Beispiele den Einsatz des Programmes näherbringen. Die Rechenlogik basiert auf der sogenannten 'umgekehrten polnischen Notation'. Dieses Verfahren der automatischen Zwischenspeicherung von Rechendaten macht es Ihnen leicht, auch bei der Lösung komplexester Rechenaufgaben die Übersicht zu wahren, erlaubt die Eingabe ohne komplizierte Klammerung und die Rechnung kann jederzeit überprüft werden, da alle Zwischenergebnisse angezeigt werden. Ganz gleich, wie komplex ein Problem ist, es kann stets in eine Folge von Funktionen zerlegt werden, die sich aus entweder einer oder zwei Zahlen beziehen. Arbeiten Sie sich auf genau die gleiche Weise durch das Problem, wie Sie es vom handschriftlichen Rechnen mit Bleistift her gewohnt sind. Wenn mehr als eine Zahl in den Rechner einzugeben ist, werden diese beiden Zahlen mit Hilfe der ENTER-Taste voneinander getrennt. Geben wir als Beispiel vor, Sie wollen die 12 und die 3 addieren. Drücken Sie die Zahlen 1 und 2 für 12, danach ENTER, und jetzt die 3 als zweite Zahl. Nun noch CURSOR links, und schon steht das Ergebnis 15 auf der Anzeige. Die übrigen arithmetischen Operationen werden in gleicher Weise ausgeführt. Nun noch einige weitere Beispiele zur Wirkung von Funktionen zweier Variablen: Aufgabe 1: 3 hoch 5.
Aufgabe 2: Sie wollen von 120 DM 14% berechnen!
Das Ergebnis soll nun zu 120 addiert werden.
Aufgabe 3: Sie wollen den prozentualen Unterschied zwischen den Werten im X-und Y-Register wissen!
Wie Sie an den vorstehenden Aufgaben gesehen haben, hilft die altbekannte Schreibweise bei der handschriftlichen Ausführung arithmetischer Grundrechnungen, das Programm zu verstehen. Stets sind zuvor beide Zahlen in das Rechenregister in der natürlichen Reihenfolge einzuordnen; dann wird die Operation ausgeführt, wenn Sie die entsprechende Funktionstaste drücken. Von dieser einfachen Regel gibt es keine Ausnahme. Als erstes sind als jeweils die Zahlen mit Hilfe von 'ENTER' in das Rechenregister einzuordnen. Das hat zur Folge, wie übrigens auch die Eintastung aller weiteren Zahlen, daß die Inhalte der Rechenregister um eine Position nach oben verschoben werden. Bei vielen ENTER-Befehlen nacheinander geht die erste eingeschriebene Zahl verloren. Das Herzstück dieses Programmes ist die selbständige Verwaltung der vier Rechenregister, die nach jeder Rechenoperation automatisch verschoben werden. Die Zwei-Variablen-Funktionen werden immer mit dem X- und Y-Register ausgeführt. Das Ergebnis wird in das X-Register geschrieben und die übrigen Register um eine Position nach unten verschoben. Bei der Ein-Variablen- Funktion wird immer auf das X- Register zurückgegriffen, und auch das Ergebnis steht wieder im X-Register, eine Verschiebung findet nicht statt. Zum Programm selbst ist noch zu sagen, daß es in der abgedruckten Form direkt nur auf einem CPC 664 und 6128 lauffähig ist, Besitzer eines CPC 464 müssen zuvor den in diesem Heft befindlichen Emulator starten.
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